Ästhetische Chirurgie


Hintergrundwissen ästhetische und Plastische Chirurgie

Abgeschlagene Nasen – oder wie alles begann

Als Heilkundige im Indien des 6. oder 7. Jahrhunderts vor Christus darangingen, eine verloren gegangene Nase durch eine Hautverschiebeplastik zu ersetzen, war von Schönheitsoperation oder ästhetischer Medizin noch nicht die Rede.

Warum unterzog sich in vorchristlicher Zeit ein Patient ohne Narkose und ohne sichere Operationsmethode einem solch schmerzhaften und nicht ungefährlichen Eingriff? Das Motiv war der Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung. Denn es war üblich, Verbrechern die Nase abzuschlagen, um sie zeitlebens der gesellschaftlichen Ächtung auszusetzen. Zwar konnte man seine Nase auch im Kampf oder durch eine Krankheit wie Lepra verlieren, das Ergebnis aber war dasselbe: die Verstoßung aus der Gesellschaft. Zu verhindern war dies nur, indem das Äußere so wiederhergestellt wurde, wie es die Gesellschaft akzeptierte.

„Wir bauen auf und stellen wieder her und machen ganze Teile des Gesichts, die die Natur gegeben und das Schicksal fortgenommen hat – nicht nur zur Freude des Auges, sondern um den Geist aufzurichten und der Seele des Betroffenen zu helfen.“ Mit diesen Worten beschrieb der Urvater der modernen Plastischen Chirurgie, Gaspare Tagliacozzi, 1597 sein Handwerk. Damit hat der Bologneser Chirurg und Anatom wohl als Erster erkannt und formuliert, dass der Mensch für sein Wohlbefinden nicht nur einen organisch funktionierenden, sondern auch ästhetisch intakten Körper braucht. Erstmals wurde damit der Zusammenhang zwischen Körperbild und Psyche hergestellt – ein bis heute zentraler Gedanke der Plastischen Chirurgie.

Tagliacozzi wurde 1599 zum Tode verurteilt, weil er mit einem neuen, geradezu revolutionären Verfahren durch Syphilis oder Verletzungen zerstörte Nasen wieder aufbaute. Damit pfuschte er nach herrschender Lehrmeinung dem Allmächtigen ins Handwerk, denn Verstümmelungen wurden als Strafe Gottes angesehen und waren dementsprechend demütig zu erdulden.

Das medizinische Fachgebiet Ästhetische Chirurgie

Plastische Chirurgie, also formende Chirurgie, ist ein vollwertiges medizinisches Fachgebiet mit eigener Facharztausbildung. Es erstreckt sich über den ganzen Körper, von Ästhetischer Chirurgie über Rekonstruktive Chirurgie nach Krebsoperationen oder Brandverletzungen bis hin zur Handchirurgie und Verbrennungsmedizin.

Ästhetische Chirurgie wird zwar weithin praktiziert und angeboten, doch in Deutschland hat nur der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie tatsächlich auch eine professionelle, klar definierte Ausbildung durchlaufen und die Anwendung spezieller plastisch-chirurgischer Techniken gelernt. Wer diesen Facharzttitel anstrebt, muss nach der Approbation eine mindestens sechsjährige Weiterbildung absolvieren und über 600 Operationen selbstständig durchführen.

Im Gegensatz dazu sind Bezeichnungen wie Schönheitschirurg oder Kosmetischer Chirurg nicht geschützt – d. h. jeder Mediziner kann sie verwenden, ohne auch nur über die geringste Qualifikation für die Durchführung ästhetischer Operationen zu verfügen.

Ästhetische Chirurgie in Deutschland

In Deutschland werden jährlich 800 000 Eingriffe vorgenommen, von denen nicht ganz 30 % rein ästhetischer Natur sind – Tendenz stark steigend, weil die verstärkte Berichterstattung die gesellschaftliche Akzeptanz der Schönheitschirurgie hat steigen lassen. Der Anteil plastischer Eingriffe bei Kindern und Jugendlichen liegt unter 10 %, am häufigsten werden ihnen abstehende Ohren angelegt. Entgegen anders lautender Trendmeldungen verharrt zumindest in Deutschland der Anteil ästhetischer Eingriffe bei Männern bei etwa 12 %. Der Großteil der Eingriffe entfällt entsprechend auf Frauen, die altersbedingte Veränderungen beseitigt wissen wollen, die sie als Makel empfinden. Innerhalb der Anti-Aging-Medizin hat die Ästhetische Chirurgie deshalb einen festen Platz.

Kosten

Selbstverständlich sollte sein, dass Sie ein Angebot erhalten, das alle Kosten für den Eingriff enthält. Dazu zählen:

  • Vorherige Beratung und Untersuchung (das Einzige, was Ihnen auch berechnet werden darf, wenn Sie sich anschließend nicht zum geplanten Eingriff entschließen)
  • Operationskosten: Sie richten sich vor allem nach der (geschätzten) Dauer der Operation.
  • Kosten für den Klinikaufenthalt: Sie werden in Tagen oder in Pauschalen abgerechnet; teilweise zum Festpreis (d.h. Sie können gehen, wann Sie wollen bzw. wann der Operateur es für richtig hält), teilweise werden nachträglich die tatsächlichen Liegetage abgerechnet.
  • Materialkosten: Sie können bei Implantaten mit vierstelligen Beträgen zu Buche schlagen.
  • Kosten der Nachbetreuung (v. a. die Nachuntersuchungen): Interessant ist, wer die Kosten einer eventuellen Zweitoperation trägt, falls die erste nicht zum gewünschten Erfolg führt.

Maßstab: die GOÄ

Für die Rechnungsstellung gilt die (privatärztliche) Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) als Basis. Da sie für Ästhetische Chirurgen jedoch eher ungeeignet ist, wird sie oft umgangen und durch andere Vertragskonstrukte ersetzt. Dagegen ist nichts zu sagen, solange die Haftung nicht zwischen mehreren Vertragspartnern aufgesplittet wird, sondern eindeutig beim Operateur bleibt.

Operationen werden auch von den gesetzlichen Kassen finanziert, vor allem bei Kindern. Vorausgesetzt, es besteht ein eindeutiger medizinischer Nutzen wie z. B. die Befreiung von jahrelangen Rückenschmerzen durch eine Brustverkleinerung. Bei den privaten Krankenkassen gelten noch eingeschränktere Regelungen als bei den gesetzlichen Kassen. Wenn Sie hier eine Kostenübernahme erwarten, klären Sie unbedingt das Gesamtangebot mit Ihrer Rechnungsstelle ab, denn häufig werden zwar nicht der Eingriff, aber viele Einzelpositionen von der Übernahme ausgeschlossen, und das sollten Sie vorher wissen.

Wenn das Ergebnis missfällt

Auch bei bester Behandlung sind Enttäuschungen und Misserfolge nicht immer vermeidbar. Wenn Sie mit dem Ergebnis des Eingriffs unzufrieden sind, sollten Sie zunächst mit Ihrem Operateur darüber sprechen. In der Regel wird eine Lösung gefunden. Wenn Ihr Operateur kein Verständnis für Ihre Beschwerde hat, prüft die Schlichtungsstelle der Landesärztekammer für Sie, ob ein Behandlungsfehler vorliegt oder ob der Arzt seiner Aufklärungspflicht nicht oder nur unzureichend nachkam. Diese Gutachten sind gebührenfrei. Es schadet nicht, sich bei Patientenvereinigungen oder -selbsthilfegruppen zusätzliche Unterstützung zu holen.

Weiterführende Informationen

  • www.vdaepc.de – Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen, Berlin: Mit hilfreichen Informationen zu ästhetischen Operationen. Unter der Rubrik Service & Informationen gibt es eine Liste aller in Deutschland registrierten Chirurgen mit Schwerpunkt auf Ästhetischer Chirurgie. Für Auskünfte und die Anforderung von Informationsmaterial schicken Sie eine E-Mail an info@vdaepc.de
  • www.plastische-chirurgie.de – Website der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, Berlin: Liefert einen guten Überblick über die vier Säulen der Plastischen Chirurgie, Operationsmethoden und Ärzte aus Ihrer Umgebung. Empfehlenswert.
  • A. Taschen: Schönheitschirugie. Taschen, 2005. Opulenter Bildband mit hunderten Vorher-Nachher-Fotos und starkem Fokus auf den Berühmtheiten der Schönheitschirurgie. Trotzdem viele seriöse Informationen, auch die Texte sind interessant.
  • U. Renz: Schönheit. Eine Wissenschaft für sich. Berlin Verlag, 2006. Der Frage „Was ist eigentlich schön?“ kommt der Autor wissenschaftlich, aber unterhaltsam auf die Spur.
  • W. Kümpel: Ratgeber Schönheitsoperationen. Foitzick, 2003. Sehr umfassend, empfehlenswert.

Kritik an der Ästhetischen Chirurgie

Das Zusammenspiel von medizinischem Befund, Leidensdruck und Lebensumständen ist für jeden Menschen höchst unterschiedlich. So selbstverständlich und erstrebenswert uns eine hohe Lebensqualität für jedermann erscheint, so zwiespältig wurde und wird ihre medizinische Umsetzung gesehen. Ein lebenserhaltender Eingriff in den Körper bedarf keiner zusätzlichen Rechtfertigung, ein Eingriff zur Verbesserung der Lebensqualität dagegen sehr wohl. Letzterer wird nur in Abstufungen akzeptiert. Nur: Wie viel Lebensqualität der Mensch nun braucht – wer will das bestimmen? Wer ist berechtigt, eine Grenze zu ziehen?

Fakt aber ist, dass in Deutschland weniger als 30 % der jährlich 800 000 plastisch-chirurgischen Eingriffe ästhetischer Natur sind. Und die in der Ästhetischen Chirurgie tatsächlich operierenden „schwarzen Schafe“ sind keinerlei Beweis für die moralische Fragwürdigkeit der gesamten Ästhetischen Chirurgie. Denn inzwischen begrüßen die meisten Ästhetisch-Plastischen Chirurgen die in Deutschland beschlossenen Beschränkungen von Marketing und Werbung für Schönheitsoperationen. Diese Limitierungen haben geholfen, das persönliche Gespräch mit dem Arzt wieder ins Zentrum der Entscheidungsfindung zu rücken.

Obwohl die meiste Kritik an der Ästhetischen Chirurgie auf Vorurteilen beruht, so berühren doch einige Argumente wunde Punkte:

  • Die Ästhetische Chirurgie ist eine Zweiklassenmedizin. Wenn es für Frauen Gewohnheit wird, hängende Tränensäcke heben und den schlaffen Busen straffen zu lassen, können viele aufatmen – denn ihr Makel ist beseitigt. Aber um den Preis, dass der Makel derjenigen, die sich diese Operation nicht leisten können, umso mehr ins Auge fällt.
  • Der Zwang altern zu müssen, galt als eines der wenigen Gesetze des Lebens, denen sich Arm und Reich gleichermaßen beugen mussten – auch hier schafft die Ästhetische Chirurgie den Wohlhabenderen zumindest eine Armlänge Vorsprung, auch wenn dieser natürlich nicht von Dauer ist.
  • Die Ästhetische Chirurgie hat versäumt, Regeln und Qualitätsstandards zu definieren und durchzusetzen. Unseriöse Werbepraktiken sind genauso Realität wie unseriöse Geschäftspraktiken. Erfolgreiche Fernsehserien zeigten vor laufender Kamera, wie hässliche Entlein in schöne Schwäne oder Teenager in Abbilder ihrer Lieblingsstars verwandelt wurden. So wurden falsche und sogar gefährliche Hoffnungen geweckt. Immerhin: Inzwischen hat sich einiges geändert, und der Gesetzgeber ist aktiv geworden.

Mitte 2005 beschloss der Deutsche Bundestag eine Änderung des Heilmittelwerbegesetzes. Verboten ist seither eine vergleichende, verharmlosende oder irreführende Werbung für ästhetische Eingriffe, wie z. B. mit Vorher-Nachher-Fotos. Eine Verharmlosung stellt in diesem Zusammenhang auch die Werbung mit niedrigen Preisen dar, weil sie suggeriert, dass der Erfolg der Operation erkauft werden kann und eine Risikoabwägung nicht notwendig ist.

Schönheitsinstitute oder Organisationen, die mit Niedrigpreisen werben, ohne die Identität und Qualifikation der operierenden Ärzte darzulegen, befürchteten zunächst Umsatzeinbußen. Inzwischen wissen sie sich jedoch zu wehren und greifen z. B. verstärkt auf PR-Maßnahmen wie gekaufte Illustriertenartikel oder Tageszeitungs-Zweispalter zurück, um das Thema in den Köpfen zu halten und Aufmerksamkeit für (gesetzeskonforme) Anzeigen zu schaffen.

Ob diese Maßnahmen ausreichen, um weniger qualifizierte oder sogar unseriöse Institute und Ärzte auszubremsen, darf bezweifelt werden. Denn die wirkliche Konkurrenz für die an hohe Einkommen gewöhnte Chirurgenzunft sitzt gar nicht in den Großstädten Deutschlands, sondern eine Flugstunde entfernt in Karlsbad, Prag oder Budapest. Das macht es umso schwieriger, Regeln für die Werbung und Qualitätsstandards für Operationen durchzusetzen.

Schönheitsvorstellungen im Kontext der Gesellschaft

Die gesellschaftliche Akzeptanz für chirurgische Korrekturen am Aussehen eines Menschen hängt offenbar stark von den Beweggründen ab. Dafür sprechen Zahlen: Eine repräsentative Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie (Meinungsforschung) im Herbst 2000 ergab, dass 92 % der Befragten Verständnis für eine Schönheitsoperation hatten, „wenn jemand nach einem schweren Unfall entstellt ist“. Bei der Motivation, dass „eine Frau für ihren Mann schön bleiben möchte“, zeigten in derselben Umfrage nur noch 16 % Verständnis für eine Schönheitsoperation. Der Wunsch nach Annäherung an das gängige Erscheinungsbild wird gutgeheißen, der nach Schönheit eher weniger.

Was gängig ist, ist allerdings hinterfragbar: Beispielsweise unterlag die Vorstellung, wie groß der Busen zu sein hat, in den letzten 400 Jahren großen Schwankungen, und auch beim idealen Körpergewicht herrschten noch vor wenigen Generationen ganz andere Vorstellungen als heute. Ähnliches lässt sich auch für den Teint sagen – erst in den letzten 30 Jahren wurde das Ideal vornehmer Blässe überholt von dem der entspannten Urlaubsbräune.

Auch wenn in der heutigen Zeit die Beweggründe für Schönheitsoperationen unterschiedlich sein mögen, so gibt es dennoch einen harten Kern übereinstimmender Ansichten, was wünschenswert ist. Ein

  • Jugendliches Erscheinungsbild, wozu z. B. eine glatte und ebenmäßige Haut ohne Falten und Grübchen zählt
  • Symmetrisches Erscheinungsbild, was nicht nur bei Nasenverletzten manchmal zu fehlen scheint
  • Mäßiger Fettgehalt des Körpers (allenfalls an Po und Busen sind Ausnahmen erlaubt).

Mit der Lebensqualität des Patienten werden alle Eingriffe begründet, die nicht allein aus organmedizinisch notwendigen Gründen erfolgen. Sei es nun die Korrektur einer unfallverursachten Entstellung oder eine Gesichtsstraffung wegen Altersfalten, das Motiv bleibt in Grundzügen dasselbe: Die individuelle Lebensqualität soll sich verbessern, indem chirurgisch verändert wird, was den Patienten an seinem Äußeren stört oder was er gar als entstellend wahrnimmt.

Es liegt im eigenen Interesse des Operationswilligen, sich im intensiven ärztlichen Gespräch über seine Motivationen und Erwartungen klar zu werden. Der Operateur hat seinerseits die Pflicht zu ergründen, wie stark der Leidensdruck ist, den der vermeintliche oder tatsächliche körperliche Makel verursacht. Die eingangs zitierte Umfrage spricht dabei ein Grundproblem an. Der Wunsch, dem Partner zu gefallen, ist zweifelsohne ein schlechter Grund, sich einer Operation – gleich welcher – zu unterziehen. Ein so geäußerter Operationswunsch stellt eigentlich schon ein Ausschlusskriterium dar. Wenn, dann sollte der Betroffene selbst die Operation wollen – und nicht sein Partner.

Der Arzt muss daher klären, ob eine chirurgische Behandlung tatsächlich helfen könnte, oder ob nicht ganz andere Probleme hinter dem Operationswunsch stecken. Dabei müssen objektiver Befund und subjektives Erleben nicht immer übereinstimmen. Der eine hat seine Segelohren noch nie richtig wahrgenommen. Der andere erfüllt sich mit 45 Jahren – nachdem er, wie er sagt, alles erreicht hat – seinen Kindheitstraum und lässt sich die Segelohren, unter denen er seit jeher litt, endlich anlegen.

Unter Berücksichtigung der Wünsche des Patienten sowie medizinischer Aspekte rät der Operateur zu einer bestimmten Operation – oder eben nicht. Ein seriöser Operateur muss und wird ablehnen, wenn jemand unrealistische Operationsergebnisse erwartet, oder wenn gar eine Verschlechterung droht.

Wie den richtigen Chirurgen finden?

Der wichtigste Ratschlag vorweg: Ihr Hausarzt, Hautarzt oder Frauenarzt hat viele Patienten nach Schönheitsoperationen gesehen, sowohl erfolgreich wie (zunächst) erfolglos operierte. Fragen Sie ihn nach einer Empfehlung! Dabei können Sie auch gleich klären, ob ein bestimmter Eingriff überhaupt Sinn macht, etwa bei bestimmten Vorerkrankungen. Diabetiker sollten auf plastisch-ästhetische Eingriffe verzichten; bei ihnen sind Wundheilungsstörungen so gut wie vorprogrammiert.

Deutschland. Speziell für Schönheitsoperationen ausgebildet sind nur die Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Ästhetische Eingriffe werden außerdem von Fachärzten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie Fachärzten der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit der Zusatzbezeichnung „Plastische Operationen“ für ihren Fachbereich angeboten. Fast alle seriösen Ärzte gehören einem Dachverband wie der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) oder der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) an.

Wenn Sie eine Auswahl getroffen haben, vereinbaren Sie mit zwei bis drei Ärzten einen Beratungstermin. Fragen Sie, wie oft der Arzt den Eingriff schon durchgeführt hat, und welche Komplikationen dabei aufgetreten sind. Lassen Sie sich Vorher-Nachher-Fotos zeigen. Versuchen Sie nicht, den Arzt auf eine bestimmte Operationsmethode festzulegen – nennen Sie ihm Ihre Wünsche, aber seien Sie offen für den Weg dorthin.

Verschaffen Sie sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten und der Ausstattung. Überlegen Sie sich, ob die Chemie zwischen Ihnen und dem Arzt stimmt.

Rund 5 000 Schönheitschirurgen bieten in Deutschland ihre Dienste an, und wie in allen anderen Berufsgruppen arbeiten die meisten, aber nicht alle, seriös. Fachliche Qualifikation und gute Referenzen sind daher wichtige Entscheidungskriterien. Der Arzt Ihrer Wahl sollte aber darüber hinaus die folgenden Eigenschaften besitzen. Er:

  • Verfügt neben chirurgischem Können auch über ein ausgeprägtes Gespür für Ästhetik. Er kann sich vorstellen bzw. mit technischen Hilfsmitteln demonstrieren, welche Nase in welches Gesicht, welche Brust zu welchem Körper passt
  • Besitzt Einfühlungsvermögen und erkennt, wenn ein Patient für eine Schönheitsoperation ungeeignet ist – sei es, dass dieser sich von dem Eingriff die Lösung privater oder beruflicher Probleme erhofft oder unter einem gestörten Körpergefühl leidet (Körperschemastörung), übrigens auch eine Ursache der Magersucht.
  • Nimmt sich Zeit für das Vorgespräch und geht ausführlich auf die Beweggründe des Patienten, seine Vorgeschichte mit eventuellen Vorerkrankungen und seine Lebenssituation ein
  • Ermuntert den Patienten, Fragen zu stellen, und gibt ihm die Möglichkeit, später auftretende Fragen per Telefon oder in einem weiteren Gespräch zu klären
  • Klärt den Patienten umfassend über Technik und Ablauf, Risiken und mögliche Komplikationen des Eingriffs auf. Für die Zeit danach erstellt er einen genauen Nachbehandlungsplan
  • Macht keine falschen Versprechungen und schildert das Ergebnis des Eingriffs realistisch
  • Setzt nur Techniken und/oder Materialien ein, die auch von anderen Ärzten verwendet werden und hinreichend erprobt sind
  • Bietet einen Operationstermin an, der dem Patienten genügend Bedenkzeit lässt, und verlangt keine größeren Anzahlungen vor dem Eingriff
  • Versucht nicht, den Patienten durch Sonderangebote, Rabatte oder Vermittlung eines Kredits zu einer raschen Entscheidung zu bewegen.

Klinik oder Praxis? Die meisten kleineren ästhetisch-plastischen Eingriffe können ambulant in Praxen oder Privatkliniken vorgenommen werden. Fast alle niedergelassenen Plastischen Chirurgen verfügen auch über Belegbetten in privaten oder öffentlichen Krankenhäusern. Ob die medizinischen, hygienischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, prüfen in Deutschland die Kassenärztlichen Vereinigungen und andere Institutionen zur Qualitätssicherung.

Trotz aller Vorsicht ist jeder chirurgische Eingriff mit gewissen allgemeinen Operationsrisiken verbunden. Daher ist es wichtig, dass Operateur, Anästhesist und im Notfall das OP-Personal (z. B. bei Nachblutungen) rund um die Uhr erreichbar sind. In öffentlichen Krankenhäusern ist eine Notfallbetreuung immer gewährleistet.

Ästhetische Chirurgie im Ausland

Osteuropäisches Ausland. Die Kosten für Schönheitsoperationen in Polen, Tschechien und Ungarn liegen deutlich unter denen in Deutschland, und der Service ist besser geworden. Deutschsprachige Betreuung ist schon länger Standard, neu sind (angeblich) in Deutschland ausgebildete Ärzte mit deutschem Facharztzeugnis. Auch Rechtssicherheit wird versprochen, was aber eher nach Theorie klingt. Da sich Regressforderungen bei ärztlichen Kunstfehlern in Deutschland schon schwer durchsetzen lassen, werden sie in Russland nahezu aussichtslos sein. Deswegen ist gerade von schwerwiegenden Eingriffen wie z. B. Fettabsaugungen im Ausland abzuraten.

Darüber hinaus sind die hygienischen Vorschriften und Überwachungen durch kassenärztliche Vereinigungen, Gewerbeaufsichtsämter und Gesundheitsämter in Deutschland sicherlich strenger als im östlichen Ausland.

Grundregel Nr. 1 für Schönheitsoperationen im Ausland: Verzichten Sie auf Vermittlungsagenturen und Veranstalter, suchen Sie selbst einen Arzt und planen Sie Ihre Reise selbst. Nehmen Sie sich genügend Zeit und schauen Sie mehrere Kliniken an, lassen Sie sich alles zeigen. Vereinbaren Sie Termine für persönliche Beratungsgespräche. Für die Arztsuche gelten die gleichen Tipps wie für Deutschland.

Unterschreiben Sie den Behandlungsvertrag grundsätzlich zu Hause und nicht sofort vor Ort (seriöse Anbieter bieten das von sich aus an). Das Mehr an Sicherheit und das bessere Gefühl, das Sie nach einer sorgfältigen Entscheidungsfindung haben werden, machen die Zusatzkosten für die zweite Reise wett.

Bei Vorerkrankungen wie stärkerem Bluthochdruck oder koronarer Herzkrankheit sollten Sie sich, wenn überhaupt, grundsätzlich nur in Ihrer näheren Umgebung behandeln lassen.

Südamerika, Asien und andere Regionen. Selbstverständlich gibt es auch in Brasilien Dutzende Schönheitschirurgen von Weltruf und in Indien Tausende hervorragend ausgebildete Ärzte, die die polnischen und ungarischen Preise nochmals unterbieten. Wer aber keine ausgeprägte Erfahrung mit Fernreisen hat, weder Englisch noch die Landessprache routiniert beherrscht oder sich von einer entsprechend versierten Person begleiten lassen kann, sollte die Finger von solchen Angeboten lassen. Denn eines ist sicher: Wenn beim Eingriff etwas schiefgeht, wird Ihnen niemand helfen, und schon die Organisation eines vorzeitigen Rückflugs kann zum Alptraum und im Fall verminderter Transportfähigkeit zum finanziellen Fiasko werden.

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